23.05.2016, 23:38 Uhr

Hormonelle Erkrankungen können Übergewicht verursachen

Immer mehr Menschen leiden unter den Folgeerkrankungen von Übergewicht

Hormonelle Erkrankungen können Übergewicht verursachen

Auch Hormonstörungen können an Übergewicht Schuld sein. (Bildquelle: © adrian_ilie825 – Fotolia.com)

Übergewicht ( Adipositas ) ist in unserer Gesellschaft ein immer größer werdendes Problem. In Deutschland sind etwa ein Drittel der Frauen und zwei Drittel der Männer übergewichtig. Ursache ist in der Regel die Kombination aus hoher Energiezufuhr und zu wenig Bewegung. Für immer mehr Menschen werden Übergewicht und die Folgeerkrankungen zu einem zentralen Gesundheitsrisiko. Diäten und therapeutische Gewichtsreduktionen haben häufig nur einen kurzfristigen Effekt. Nur selten kann eine dauerhafte Abnahme des Körpergewichts auf den BMI (Body-Mass-Index) Normalwert erreicht werden.

Auch Hormonstörungen können Ursache von Übergewicht sein

In seltenen Fällen ist Übergewicht hormonell bedingt. Hormonstörungen können vielfältige Symptome haben:

– Angstzustände bis hin zu Depressionen,
– Verdauungsprobleme,
– Herz-Kreislauf Erkrankungen,
– Müdigkeit,
– Hautprobleme oder auch
– eine unerklärliche Gewichtszunahme.

In vielen Fällen sollte bei Übergewicht Hormonstörung ausgeschlossen werden

So kann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose, polyzystisches Ovar-Syndrom) oder ein erhöhter Cortisolspiegel verantwortlich sein für Übergewicht und Fettsucht (medizinisch: Adipositas). Das Stresshormon Cortisol (auch Hydrocortison genannt) aktiviert katabole Stoffwechselvorgänge. Durch den Abbau energiereicher Nährstoffe wird dem Körper Energie zugeführt. Dementsprechend steigert Cortisol Appetit und Nahrungsaufnahme. Seltener können hypothalamische Störungen ausgemacht werden. Auch können Tumoren oder Operationen des Hypothalamus zu Gewichtszunahme zur Folge haben. Keine Frage, Hormonstörungen können Übergewicht (Adipositas) begünstigen. Deshalb ist im Sinne einer erfolgreichen Therapie in vielen Fällen anzuraten, eine Hormonstörung auszuschließen.

Ihr Endokrinologe in Mainz. Prof. Dr. med. Christian Wüster beschäftigt sich mit allen Disziplinen der Endokrinologie: Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), Knochenstoffwechsel und hier besonders mit der Osteoporose. Haben Sie Fragen zur Knochendichte? In der Praxis befindet sich u.a. ein modernstes Gerät zur Messung der Knochendichte. Osteoporose ist heute keine Krankheit, die man hinnehmen sollte, sondern die sehr gut geheilt werden kann. Prof. Dr. med. Christian Wüster ist auch zuständig bei Hashimoto, Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion, sowie Hormonen und Stoffwechsel im Allgemeinen.

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