05.06.2014, 14:03 Uhr

Solarzellen mit glänzender Öko-Bilanz

Solarzellen mit glänzender Öko-Bilanz

(Mynewsdesk) ITS | Innotech Solar Halle sieht sich im Solarcluster Sachsen-Anhalt gut angesiedelt Wenn um die Mittagszeit die Sonne am höchsten steht, setzt sie dem Glanzpunkt im Firmenlogo von ITS | Innotech Solar noch einen drauf. Gut möglich, dass die Erbauer dieses Werksgebäudes am Standort Halle genau diesen Effekt erzielen wollten. Eine erfolgreiche Ansiedlungsgeschichte mit Leuchtkraft inmitten des Solarclusters Sachsen-Anhalt ist es allemal. 2008 hatte sich ITS | Innotech Solar, der schwedische Hersteller von hochwertigen Solarmodulen, gegründet und weihte 2011 am Standort Gewerbegebiet Star Park Halle A14 sein neues Werk für die Optimierung von Solarzellen ein. Logistisch vorteilhaft am Autobahnkreuz und in Flughafennähe gelegen ist ITS | Innotech Solar Halle optimal zu erreichen für seine Kunden, die hauptsächlich aus Europa kommen. Vom ersten Spatenstich über den Aufbau bis zum erfolgreichen Unternehmen mit derzeit 50 Mitarbeitern am Standort Halle begleitet Kai Förster das Werk auf der „grünen Wiese“. Der Erfolgskurs von ITS Halle ist auch seiner zum Kaufmännischen Geschäftsführer. Der 39-jährige gebürtige Hallenser weiß die Geschäftspartner aus aller Welt mit seinen lokalen Kenntnissen zu beeindrucken. Er schmunzelt: „Meine Großeltern lebten in Queis, jetzt sind meine Eltern hier zu Hause.“ Förster kennt das Gewerbegebiet mit der Postanschrift Kabelsketal noch als landwirtschaftlich genutzte Fläche. Nicht zuletzt deswegen fühlt er sich hier gut angesiedelt mit dem Unternehmen und dessen Philosophie: „Greener than Green“. Was das konkret in der Praxis bedeutet? „Wir selber nutzen ausschließlich regenerative Energien an unseren Produktionsstandorten. Darüber hinaus trägt unsere umweltfreundliche Technologie dazu bei, dass die energetische Amortisationszeit verkürzt wird. Konventionelle Solarmodule brauchen ein bis anderthalb Jahre, um die Energie zu erzeugen, die für ihre Produktion aufgewendet wurde. Dieser Wert liegt bei ITS-Modulen lediglich bei zirka vier Monaten“, erklärt Förster. Dass ITS-Solarzellen besonders leistungsfähig, langlebig und umweltverträglich sind, belegen Gutachten aus den Fraunhofer Instituten ISE und CSP und dem Photovoltaik-Institut Berlin. Wir stehen vor einer Glaswand und schauen in den Produktionsraum mit vier Produktionslinien. „Photovoltaik-Experten würden deren Besonderheit erkennen. Nach meinem Wissen sind wir weltweit die einzigen, die dieses Verfahren nutzen“, sagt Förster und dass diese innovative Produktionsanlage im Grunde aus der Solarkrise hervorgegangen ist. „In Krisenzeiten wird zwangsläufig gespart. Auch in der Solarbranche. Da liegt es eigentlich auf der Hand, dass man jede Solarzelle nutzt und sie optimiert.“ Es musste nur – wie so oft in der Geschichte von genialen Erfindungen – jemand darauf kommen, diesen Gedanken aufzugreifen. ITS entwickelte in seiner eigenen Forschungsabteilung ein entsprechendes Laserverfahren. Das Unternehmen kauft bei führenden Herstellern weltweit kristalline Solarzellen auf und optimiert sie am Standort Halle – berührungsfrei und in Hochgeschwindigkeit. Somit können nach der Optimierung auch Zellen für die Produktion von Solarmodulen genutzt werden, die sonst aufgrund der ursprünglich zu niedrigen Effizienz keine Verwendung für hochwertige Produkte gefunden hätten. Kai Förster vergleicht das Hallenser Werk zur Zelloptimierung gern mit einer Klinik: „Zu uns kommen Solarzellen, die aus Sicht ihrer Hersteller nicht ganz gesund und darum nicht 100-Prozent leistungsfähig sind. Sie werden eingehend untersucht, anschließend wird entschieden, welchen Bearbeitungsprozess sie durchlaufen müssen. Bei der Entlassungsuntersuchung werden die Zellen nach optischen und technischen Kriterien überprüft. „Wenn sie unser Haus verlassen“, sagt Geschäftsführer Förster, „haben sie eines der striktesten Prüfverfahren der gesamten Solarbranche durchlaufen. Unter anderem führt das dazu, dass das Risiko eines Kurzschlusses ausgeschlossen werden kann.“ Die optimierten Zellen verlassen das Werk zunächst Richtung Schweden, wo sie in hochqualitative Solarmodule verarbeitet werden. Von dort aus erobern sie inzwischen den gesamten Weltmarkt. Anlagen mit optimierten Solarzellen aus Halle stehen selbstredend in Deutschland und Schweden und – ebenso einleuchtend – in den sonnenreichen Ländern Griechenland, Spanien, Italien, Türkei, Frankreich, auch in den USA. Mehr und mehr würde auch deren positive Öko-Bilanz dazu beitragen, dass ITS-Produkte den Zuschlag erhalten, so kürzlich denn auf eine Ausschreibung des französischen Umweltministeriums, berichtet Förster. Wenn es um eine umweltschonende Produktion geht, lässt Kai Förster nicht unerwähnt, dass auch von den grünen Energieerzeugern Co2 ausgestoßen wird. „Einhergehend mit unseren Bemühungen, den kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, hat ITS inzwischen auch seine Forschungsabteilung am Standort Halle angesiedelt“, sagt der Geschäftsführer und hebt die fachliche Kompetenz hervor, die gerade in dieser Region zu Hause ist. „In unmittelbarer Nähe arbeiten hier die Photovoltaik-Branche und die Forschung in dem Bereich zusammen. Das Solarcluster in Sachsen-Anhalt ist für unser Unternehmen von riesigem Vorteil.“Autorin: Kathrain Graubaum
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Veröffentlicht: Donnerstag, 05.06.2014, 14:03 Uhr
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