28.01.2020, 12:26 Uhr

Spectrosynthetis II, Bangkok – Exposition von Toleranz in Südostasien

Die Ausstellung Spectrosynthetis II beweist, wie Thailand vorwärts geht, während Europa sich mancherorts im Nationalismus, Populismus und rechtem Extremismus rückwärts wendet.

BildBACC – Bangkok Art and Culture Center, der mittlerweile größte internationale Hub für zeitgenössische südostasiatische Kunst und Kultur in Thailand zeigt noch bis Anfang März 2020 eine historische Ausstellung zum Thema “LGBTQ+” unter dem Titel “Spectrosynthetis II – Exposure of Tolerance”. Mit 133 Künstlern aus 15 Ländern gestaltet sich die Ausstellung als bisher größte Übersicht über zeitgenössische Kunst, die sich mit Gender-Themen in Südostasien auseinandersetzt.

Die von Kurator Chatvichai Promadhattavedi geleitete Ausstellung zeigt auf zwei Etagen des riesigen multifunktionalen Veranstaltungsgebäudes im Herzen der internationalen Einkaufsmeile von Bangkok die Verschiebung sozialer Rahmenbedingungen und Herausforderungen an etablierte Normen. “Diese Schau fördert neue Gesprächsansätze und wirft Themen auf, die in einigen Ländern der Region tabu sind. Sie präsentiert Werke von professionellen Künstlern u.a. aus Brunei, Kambodscha, China, Indien, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, von denen sich viele als LGBTQ präsentieren. … Hier wird für die gesamte südostasiatische Region sichtbar, was Akzeptanz für Bangkok bedeutet. … Hoffentlich werden sich unsere Nachbarn dann auch in sie hineinwagen. Thailand gilt als toleranter für die LGBTQ-Gemeinschaft als viele andere asiatische Länder. Jedoch sind Ausgrenzungspraktiken und Diskriminierung keine Seltenheit. … Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungen die Bedeutung für Tourismus-, Banken- und Finanzindustrie durch die Projektion eines vernünftigen und toleranten internationalen Images erkennen und einsehen”, so der Kurator.

Diese vorsichtigen Ängste erwiesen sich seit der Eröffnung der Ausstellung Ende November als unbegründet. Nicht nur mehrere Zehntausend nationale und internationale Besucher haben bislang die Ausstellung gesehen. Schulen und Universitäten waren unter den Interessierten. Offizielle und Nichtoffizielle zog es ins BACC, denn zum ersten Mal stellte sich die Community in einem derart breiten Spektrum von Nationen auf professioneller Basis und zum großen Teil hoch qualifizierter künstlerischer Ebene dar.

Die Ausstellung “SPECTROSYNTHETIS II – Exposure of Tolerance: LGBTQ in Southeast Asia” ist die zweite ihrer Art, die 2017 im Museum of Contemporary Art in Taipeh in bescheidenerem Umfang ihren Ursprung nahm. Sie wird u.a. von der Sunpride Foundation gesponsert, einer Organisation, die sich der Förderung der kreativen Geschichte der LGBTQ-Community angenommen hat mit dem Ziel intensiverer Diskussion zwecks einer toleranteren Welt für die Gender-Community und aller Verbündeten.

Über die Ausstellung hinaus finden Symposien queerer Schriftsteller im BACC statt, die explizit ihre Arbeit mit der Gender.thematik verknüpft haben. Konzerte zum Thema sind in Vorbereitung.

Diese mehr als außergewöhnliche und zutiefst beeindruckende Ausstellung bedeutet einen großen Schritt für die Genderbewegung in eine normale Zukunft und Normalität in Südostasien, während einige europäische Länder sich ins Mittelalter zurückbewegen. Der ausführliche Katalog in Wort und Bild zur Ausstellung mutet wie ein eigenständiges Kunstwerk an.

SPECTROSYNTHETIS II beweist, wie Thailand vorwärts geht, während Europa sich mancherorts im Nationalismus, Populismus und rechtem Extremismus rückwärts wendet.

Der Politologe Parag Khanna interpretiert Asien dahingehend: “Die Aufbruchstimmung in Asien unter der Jugend ist wahnsinnig! Es ist eine Mischung aus einerseits dem Materialismus des Westens. Sie haben hier alles, wie Sie hier sehen. Der Reichtum, das Vermögen, das Geld, das hineinfließt. Die Modernität ist hier. Das Jüngste und das Beste der Technik der Welt ist hier. Aber es gibt auch ein kulturelles Selbstbewusstsein, da die alte Geschichte der Überlegenheit sozusagen gerade neu entdeckt worden ist. … Sie betrachten die Rückkehr an das Ruder der Geschichte als ihr natürliches Schicksal, sind mit wachsendem Wohlstand aufgewachsen, mit Zuversicht, dem Fortschritt für alle. Mit kultureller Vielfalt, mehreren Sprachen, gegenseitigem Respekt. (s. Parag Khanna “Unsere asiatische Zukunft”, Rowohlt Berlin, 2019)
Weitere Informationen: www.bacc.or.th

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Veröffentlicht: Dienstag, 28.01.2020, 12:26 Uhr
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