13.06.2014, 09:34 Uhr

Sommerzeit ist leider auch Zeckenzeit

Gerade jetzt in den Frühlings- und Sommermonaten freuen sich viele Hundehalter auf lange Spaziergänge durch Wälder und Wiesen. Das schöne Wetter möchte ausgekostet werden. Doch auch Parasiten und Schädlinge nutzen die hohen Temperaturen, um nach geeigneten Wirtstieren Ausschau zu halten.

Zu den wohl gefährlichsten Parasiten in Mitteleuropa gehört die Zecke.
In Deutschland sind zwei Zeckenarten heimisch, der Holzbock (Ixodes ricinus) und die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), wobei die aggressive braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) aus Südeuropa, durch den Klimawandel begünstigt, zunehmend nach Mitteleuropa einwandert.
Zecken stellen eine ernst zu nehmende Gefahr für Mensch und Tier dar, da sie viele lebensgefährliche Krankheiten übertragen. Zu den wichtigsten gehören die Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Hepatozoonose und die Zeckenparalyse.

Wie werden Zecken auf den Hund übertragen?
Es ist vorweg zu sagen, dass Zecken NICHT auf Bäume klettern und sich dann von diesen fallen lassen. Die Kraft, die diese kleinen Insekten dafür aufwenden müssten wäre viel zu groß. Zecken befinden sich meistens auf den Enden von langen Gräsern oder niedrigen Sträuchern, wo sie sich festhalten bis ein geeignetes Wirtstier vorbeikommt und die Zecken mit seiner Haut oder seinem Fell abstreift. Sobald sie auf einen Wirt gelangen, suchen Zecken sich eine gut durchblutete, dünne Hautstelle und beißen sich mit ihren Kiefern fest um Blut zu saugen. Damit ihre Saugkanäle nicht mit geronnenem Blut verstopft werden, geben sie ein Sekret in die Bissstelle ab, welches das Blut flüssig hält. Dieses Sekret kann aber schon Krankheitserreger enthalten und das Tier bzw. den Menschen mit einer der erwähnten Krankheiten infizieren.

Was hilft gegen einen Zeckenangriff bei dem Hund?
Verschiedene Präparate, wie zum Beispiel Spot-On Tropfen, Halsbänder, Sprays, Shampoos oder Pulver versprechen den Hund vor Zeckenbissen zu schützen, können diese aber nicht verhindern.
Zur effektivsten Vorbeugung gehört eine Inspektion des Hundefells nach jedem Spaziergang. Dazu können Sie die Haut mit den Fingern nach kleinen Knötchen abtasten oder ein Kämmchen verwenden, um das Fell zu scheiteln und die Haut für Ihren Blick freizulegen. Beides gelingt in einem sauberen Fell leichter, weshalb es wichtig ist, dass Sie Ihren Hund regelmäßig baden (http://standorte.darado.de/hundewaschanlagen_deutschland.php) und das Fell gut bürsten.
überprüfen Sie übrigens auch Ihren eigenen Körper und den von Kindern oder älteren Menschen nach jedem Spaziergang, da Zecken auch für den Menschen sehr gefährlich sind.

Was ist zu tun, wenn der Hund sich doch eine Zecke einfängt?
Zecken beißen oft am Hals, Unterbauch, an den Schienbeinen und zwischen den Zehen zu.
Versuchen Sie auf keinen Fall die Zecke mit öl, Creme, Margarine oder Kleber zu ersticken, da diese in ihrem Todeskampf ihren gesamten Mageninhalt erbricht und eine Infektion sehr viel wahrscheinlicher ist!
Holen Sie eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange und fassen Sie die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Drücken Sie diese zusammen, so dass ein Hügel entsteht auf dessen Spitze die Zecke thront. Fassen Sie nun die Zecke am Kopf, so nah an der Haut wie möglich und ziehen Sie sie gerade nach oben heraus. Drehen Sie die Zecke nicht, da sie sich dabei auch erbrechen kann und Ihr Hund infiziert werden würde. Achten Sie darauf, den Zeckenkörper nicht zu quetschen oder zu drücken!
Nach der Entfernung der Zecke desinfizieren Sie die Bissstelle und beobachten Sie sie für einige Wochen.

Sollten Sie feststellen, dass sich die Haut um den Biss stark rötet, ist es ratsam, umgehend einen Tierarzt aufzusuchen. Bei anderen Symptomen wie Fieber, Durchfall, Teilnahmslosigkeit, Erbrechen, Lähmung, Gewichtsverlust, Nasenbluten, blutende Schleimhäute oder Schmerzen, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Weisen Sie ihn in diesem Fall auf den Zeckenbiss hin, damit er die richtige Behandlung durchführen kann.

In der Regel erkranken Hunde nicht an der FSME, für Menschen ist diese Krankheit aber sehr gefährlich. Es wird empfohlen, die FSME Impfung regelmäßig aufzufrischen. Hunde können gegen Borreliose geimpft werden, diese Möglichkeit hat der Mensch jedoch nicht.

12.06.2014
DARADO GmbH (http://www.DARADO.de)
Verfasst von: Julia A. Moor Bildquelle:kein externes Copyright

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Sommerzeit ist leider auch Zeckenzeit

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Pressemeldung: Sommerzeit ist leider auch Zeckenzeit
Veröffentlicht: Freitag, 13.06.2014, 09:34 Uhr
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Kategorie: Medizin, Gesundheit, Wellness
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