13.02.2020, 10:01 Uhr

Deutschland bleibt sich treu – Sparwille auch 2020 ungebrochen Wie die Deutschen auf die extreme Zinssituation reagieren

– Drei von vier Deutschen wollen weiter sparen – trotz Niedrigzins
– Nur noch knapp jeder Vierte glaubt an steigende Zinsen in den kommenden fünf Jahren
– Aktien oder Fonds bleiben bei der Geldanlage die erste Wahl der Befragten

Deutschland bleibt sich treu - Sparwille auch 2020 ungebrochen    Wie die Deutschen auf die extreme Zinssituation reagieren

(Bildquelle: @norisbank GmbH)

Bonn, 13.02.2020 | Auch wenn die Zahl der Sparwilligen wieder leicht sinkt – die Deutschen halten trotz der Niedrigzins-Politik der EZB eisern an ihren Sparplänen fest. Immer noch 72,6 Prozent (2018: 74,0 Prozent; 2017: 73,7 Prozent) der durch die norisbank im Rahmen der aktuellen Umfrage zum Jahresende 2019 bevölkerungsrepräsentativ Befragten wollen auch in 2020 mehr (48,7 Prozent; 2018: 51,2 Prozent; 2017: 52,6 Prozent) oder zumindest genauso viel sparen wie 2019 (23,9 Prozent; 2018: 22,8 Prozent; 2017: 21,1 Prozent) – Niedrigzins hin oder her.

Doch nicht einmal mehr jeder Vierte der Befragten glaubt angesichts des aktuellen Rekord-Niedrigzinsniveaus noch an Wertsteigerungen bei Investitionen in den eigenen Vermögensaufbau. Und das hat deutliche Konsequenzen auf die Akzeptanz bislang besonders bedeutender Formen der Geldanlage. Lediglich 22,2 Prozent (2018: 23,8 Prozent; 2017: 23,8 Prozent) wollen in diesem Jahr zum Beispiel in die Altersvorsorge, einen Bausparvertrag oder in Aktien investieren. Einzig die 18- bis 29-Jährigen scheinen den Gedanken an einen erfolgreichen Vermögensaufbau noch nicht aufgegeben zu haben: Mehr als ein Drittel (36,4 Prozent; 2018: 33,7 Prozent; 2017: 24,4 Prozent) möchte in diesem Jahr wieder mehr in die Altersvorsorge oder einen Bausparvertrag investieren.

Und auch die Konsumorientierung scheint sich zu verändern. Eine größere Anschaffung (zum Beispiel Haus-, Wohnungs- oder Autokauf) plant in diesem Jahr nur noch knapp jeder fünfte Deutsche (21,0 Prozent; 2018: 23,4 Prozent; 2017: 24,3 Prozent). Über zehn Prozent aller Befragten wollen künftig weniger sparen als 2019 und sich zum Beispiel im Alltag auch zwischendurch mehr gönnen (10,4 Prozent). Bei den Befragungen 2018 planten dies 9,5 Prozent und 2017 8,7 Prozent.

Skepsis gegenüber der mittelfristigen Zinsentwicklung

Was erwarten die Deutschen mit Blick auf die Rendite von Geldanlagen in den kommenden Jahren? Die Befragten sind nahezu unabhängig von Geschlecht und Alter skeptisch gegenüber der mittelfristigen Zinsentwicklung: Nur noch jeder Vierte (26,6 Prozent; 2018: 43,7 Prozent; 2017: 40,4 Prozent) rechnet in den kommenden fünf Jahren mit wieder steigenden Zinsen. Ernüchterung ist vor allem bei den älteren Befragten eingekehrt: Bei den 40- bis 49-Jährigen glaubt sogar nur noch jeder Fünfte (19,2 Prozent; 2018: 36,1 Prozent; 2017: 41,0 Prozent) an steigende Zinsen. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch bei den 50- bis 59-Jährigen (2019: 19,8 Prozent; 2018: 40,9 Prozent; 2017: 36,0 Prozent) sowie in noch stärkerem Ausmaß bei den 60- bis 69-Jährigen. In dieser Altersgruppe ist die Hoffnung auf steigende Zinsen mit nur 17,4 Prozent (2018: 46,9 Prozent; 2017: 37,9 Prozent) besonders gering.

Die Zahl derjenigen Befragten, die laut der aktuellen norisbank Umfrage von einem weiter sinkenden Zinsniveau ausgehen, erhöhte sich insgesamt sogar erheblich auf 34,4 Prozent. Ende 2018 und Ende 2017 waren dies nur jeweils knapp über 20 Prozent.

Das klassische Sparbuch erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit

Trotz dieser negativen Erwartungshaltung ist das Sparbuch für mehr als jeden vierten 18- bis 29-Jährigen (25,4 Prozent) die bevorzugte Anlageform – weit vor Aktien oder Fonds (16,7 Prozent). Jedoch scheint langsam auch bei den jüngeren Befragten ein Umdenken einzusetzen: Angesichts der extremen Zinssituation, wächst die Bereitschaft in Aktien oder Fonds zu investieren sukzessive seit 2017. War damals nur jeder Zehnte (2017: 9,5 Prozent) in dieser Altersgruppe an dieser Anlageform interessiert, zeigt die Befragung zum Jahresende 2019, dass inzwischen bereits jeder Sechste 18- bis 29-Jährige Aktien und Fonds als eine wichtige Anlageform erkennt.

Über alle Bevölkerungsgruppen hinweg sind für 16,9 Prozent der Befragten Aktien oder Fonds die Anlageoption Nummer eins, gefolgt vom Sparbuch (14,6 Prozent) und dem Tagesgeld-Konto (12,1 Prozent). Doch noch immer belassen viele Deutsche – konkret 17,2 Prozent (2018: 23,0 Prozent; 2017: 23,4 Prozent) – ihr Geld in Anbetracht des aktuellen Zinsniveaus auf dem Girokonto beziehungsweise legen es nicht anderweitig an. Und das, obwohl das Geld auf den Konten – auch mit Blick auf die stete Geldentwertung durch die Inflation – jeden Monat faktisch an Kaufkraft verliert.

Eine alternative Art mit der momentanen Zinssituation umzugehen, wählen 8,3 Prozent der Befragten: Sie planen ihr Geld aufgrund von drohenden Negativzinsen auf ihre Sparanlagen lieber einfach auszugeben. Vermutlich aus EZB-Perspektive mit Blick auf die Motive ihrer Zinspolitik ein erstaunlich kleiner Bevölkerungsanteil. Die Deutschen bleiben sich in ihrer Sparorientierung offenbar auch in extremen Zins-Zeiten treu.

Mehr Informationen zur norisbank finden Sie unter www.norisbank.de oder besuchen Sie uns auf Twitter https://twitter.com/norisbank

Über die Umfrage
Die norisbank hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG 1.003 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht befragt. Die Online-Befragung wurde im Oktober 2019 durchgeführt.

Die norisbank – ein Unternehmen der Deutsche Bank Gruppe – ist eine moderne Direktbank, die ihren über 550.000 Kunden online und telefonisch an 7 Tagen die Woche 24 Stunden zur Verfügung steht. Mit Services rund um die Uhr – wo immer der Kunde ist – sowie ganz ohne die Bindung an ein Filialnetz und Filialöffnungszeiten versteht sich die norisbank als die smarte “immer-und-überall-dabei” Bank. Sie bietet ihren Kunden Produkte und Services in Testsieger-Qualität zu stets attraktiven Konditionen. Neben den Kernangeboten – dem kostenlosen “Top-Girokonto” und der kostenlosen Kreditkarte sowie dem günstigen “Top-Kredit” – bietet die norisbank ihren Kunden breit gefächerte Leistungen: von der Geldanlage bis hin zu Versicherungen.

Für ihre kundenorientierten Angebote wurde die norisbank in den letzten Jahren vielfach prämiert. So wurde der norisbank unter anderem im umfassenden Girokonten-Vergleichstest der Stiftung Warentest im August 2019 erneut das begehrte Siegel für ihr “kostenloses Girokonto ohne Bedingungen” verliehen. Und beim großen Girokonten-Vergleich 2019 von EURuro errang das norisbank Top-Girokonto den Testsieg. Und der TÜV Saarland beurteilte das Preis-Leistungsverhältnis des norisbank-Angebots und die Kundenzufriedenheit Ende 2018 jeweils mit der Note “sehr gut”. Im Herbst 2019 kürte Focus Money die norisbank zudem zu “Deutschlands beste Direktbank”. Und auch für das Bewertungsportal BankingCheck ist die norisbank die Direktbank in Deutschland mit der besten Kundenbewertung. Vielfache weitere Auszeichnungen bestätigen darüber hinaus die Top-Qualität und das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis der norisbank. Weitere aktuelle Informationen hierzu: www.norisbank.de/service/auszeichnungen.html

Kontakt
norisbank
Christian Jacobs
Reuterstraße 122
53129 Bonn
+49 (0)228 280 45-190
christian-a.jacobs@norisbank.de
http://www.norisbank.de

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Pressemeldung: Deutschland bleibt sich treu – Sparwille auch 2020 ungebrochen Wie die Deutschen auf die extreme Zinssituation reagieren
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.02.2020, 10:01 Uhr
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Kategorie: Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
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