14.11.2017, 11:43 Uhr

Die Technologie hinter den Paradise Papers

International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) nutzt Neo4j für die Datenanalyse von 13,4 Millionen Dokumenten

Die Technologie hinter den Paradise Papers

(Bildquelle: Quelle: ICIJ)

München, 14. November 2017 – Bei der Datenanalyse der Paradise Papers setzt das International Consortium of Investigative Journalists ( ICIJ) erneut auf die Graphdatenbank Neo4j. Das 1,3 Terabyte große Datenleak mit rund 13,4 Millionen Dokumenten entlarvt die Steuertricks, Briefkastenfirmen und Steueroasen von Politikern, Konzernen und Superreichen.

Die Daten stammen von der Anwaltskanzlei Appleby, der Treuhandfirma Asiaciti Trust sowie aus 19 weiteren Steueroasen wie Bermuda und der Isle of Man. In den Dokumenten tauchen zahlreiche bekannte Namen auf, darunter enge Mitglieder der Trump-Regierung, Formel-1 Weltmeister Lewis Hamilton sowie Unternehmen wie Apple, Nike, Sixt, Deutsche Post oder Bayer. Das Datenpaket wurde der Süddeutschen Zeitung zugespielt und in Zusammenarbeit mit dem ICIJ und einem globalen Netzwerk an Journalisten ausgewertet.

Um die Recherche innerhalb der gigantischen und komplexen Datenmenge überhaupt zu ermöglichen, wurden die Rohdaten von einem kleinen Team beim ICIJ in eine Datenbank überführt. Wie bei den Panama Papers nutzten die Journalisten dazu Neo4j, die Graph-Plattform zur Analyse für vernetzte Daten. In Kombination mit der Visualisierungsplattform Linkurious lassen sich die stark verknüpften Daten strukturieren, anschaulich darstellen und analysieren. Die Journalisten konnten so versteckte Zusammenhänge zwischen Personen, Unternehmen und Offshore-Konten aufdecken.

„Bei einem Großteil der Dokumente handelte es sich um Rohdaten. Diese in einer einzigen Datenbank zu speichern, war für uns zunächst eine Herausforderung“, erklärt Pierre Romera, Chief Technology Officer des ICIJ. „Mit Neo4j und Linkurious konnten unsere Entwickler schließlich den Datensatz auf eine Weise modellieren, die es den 382 Journalisten ermöglichte, die Daten zu analysieren, Muster zu visualisieren und sich auszutauschen. Es ist erstaunlich, wie intuitiv eine Graphdatenbank dabei ist – unabhängig von der jeweiligen IT-Erfahrung der Anwender. Das vereinfachte die Analyse und bereitete den Weg für die nun veröffentlichten Berichte.“

Das Video-Interview zum Thema mit Emil Eifrem, CEO von Neo4j, finden Sie hier: “ How Tech made the Paradise Papers possible

Über Neo4j, Inc:
Neo4j ist das Graph-Unternehmen hinter DER Plattform für vernetzte Daten. Die Neo4j Graph-Plattform unterstützt Unternehmen dabei, vernetzte Daten in vollem Umfang zu nutzen und die komplexen Verknüpfungen zwischen Personen, Prozessen und Systemen zu entschlüsseln. Der Fokus auf Datenbeziehungen ermöglicht die Entwicklung intelligenter Anwendungen, um Herausforderungen von Heute erfolgreich zu meistern – von künstlicher Intelligenz über Betrugserkennung und Echtzeit-Empfehlungen bis zu Stammdatenmanagement.

Das Unternehmen weist ein gezieltes Investment in native Graphtechnologie und mehr als zehn Millionen Downloads auf und besitzt eine riesige Graph-Community, die weltweit graphbasierte Anwendungen entwickelt. Mehr als 250 kommerzielle Kunden nutzen Neo4j, um erfolgsentscheidenden Nutzen aus ihren Datenverbindungen zu ziehen – darunter globale Branchengrößen wie Walmart, Comcast, Cisco, eBay und UBS.

Neo4j ist ein privat geführtes Unternehmen, das von Eight Roads Ventures (Beteiligungsgesellschaft von Fidelity International Limited), Sunstone Capital, Conor Venture Partners, Creandum, Dawn Capital und Greenbridge Investment Partners finanziert wird. Neo4j hat seinen Firmensitz in San Mateo, Kalifornien, und führt darüber hinaus Standorte in Deutschland, Großbritannien und Schweden. Weitere Informationen unter Neo4j.com und @Neo4j.

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